
Am 6. und 7. Mai 2026 war die Alte Kaserne in Winterthur wieder Treffpunkt für eine der lebendigsten Tech-Communities der Schweiz – und wir waren dabei. Als Silver Partner der DevOpsDays Zürich 2026 hatten wir das Privileg, zwei aussergewöhnliche Tage hautnah mitzuerleben. Ein kurzes Fazit vorweg: Wer DevOps als rein technisches Thema betrachtet, wird hier eines Besseren belehrt.
Die Alte Kaserne in Winterthur, nur rund 25 Minuten mit der S-Bahn vom Zürcher Hauptbahnhof und 20 Minuten vom Flughafen entfernt, ist ein denkwürdiger Ort – historisch, grosszügig, offen. Genau das richtige Setting für eine Konferenz, die auf Austausch und Begegnung setzt. Die Organisation hatte die verschiedenen Bereiche – Hauptbühne, Workshop-Räume, Sponsor-Stände, Catering und Open-Space-Flächen – mit viel Bedacht auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden abgestimmt. Alles wirkte durchdacht, ohne steif zu sein.
Das Programm umfasste zwei Keynotes, acht Talks, 15 Ignites und sechs Workshops – eine bewusst kuratierte Mischung, die sowohl technische Tiefe als auch kulturelle und organisatorische Perspektiven abdeckte.
Den Auftakt machte Bertrand Delacretaz mit seiner Keynote «Engineering & Ethics: Responsibility by Design» – ein starkes Signal dafür, dass bei den DevOpsDays die menschliche Dimension des Engineerings genauso wichtig ist wie der Code selbst. Am zweiten Tag eröffnete Limor Bergman Gross mit «Your Systems Aren't Stuck – Your Teams Are: The Leadership Patterns Behind Scalable DevOps» und traf damit einen Nerv: Es geht nicht nur um Pipelines und Infrastruktur, sondern um Menschen und wie sie zusammenarbeiten.
Besonders viel Gesprächsstoff lieferten Talks wie «Agents in Action: How Google is Automating Operational Toil» von Maria-Hendrike Peetz, «From Gut Feel to Evidence: What DORA Metrics Actually Tell Us» von Egor Savochkin sowie «When Your 'New Teammate' Hallucinates: Observability as the Safety Net for AI Code» von Florian Mair. Letzterer traf den Zeitgeist: KI-gestützte Entwicklung ist Realität – aber ohne robuste Observability bleibt sie ein Risiko.
Erfrischend direkt waren auch die Ignite-Talks – fünfminütige Kurzvorträge, die mit Themen wie «Cutting 2/3rds of your cloud costs with common sense», «Neurodiversity: An Underrated Superpower in Business» oder dem amüsanten «Dr. Strangepod or: How I Learned to Stop Worrying and Love the AI» für Unterhaltung und Denkanstösse sorgten.
Die Open Spaces sind nach wie vor eines der besten Elemente der DevOpsDays. Einige der wertvollsten Gespräche finden ausserhalb der offiziellen Vorträge statt: spontane Diskussionen auf den Gängen, kleine Gruppen, die Architekturentscheidungen debattieren, oder Menschen, die offen teilen, was in der Produktion schiefgelaufen ist. Diese Bereitschaft, Erfahrungen auszutauschen, ohne so zu tun, als ob alles perfekt wäre, ist das, was Community-Events wie dieses so wertvoll macht.
Die Workshops am Nachmittag sorgten für praktische Tiefe: von «Maintaining Legacy Applications using AI Tooling» über «Platform Engineering in the Age of AI: Secure the Software Supply Chain» bis hin zu einem Kubernetes Capture-the-Flag-Wettbewerb – hier konnten Teilnehmende selbst die Hände schmutzig machen.
Was DevOpsDays Zürich von vielen anderen Veranstaltungen der Region unterscheidet, ist die spürbare Offenheit. Die Konferenz ist über die Jahre gewachsen, ohne ihren offenen und community-getriebenen Geist zu verlieren. Die Kernidee ist nach wie vor dieselbe: Menschen zusammenbringen, echte Erfahrungen teilen, offen über Herausforderungen sprechen und voneinander lernen.
Wer regelmässig an Tech-Events in Zürich teilnimmt, kennt das Phänomen: Viele Konferenzen ziehen primär ein lokales Publikum an. Die DevOpsDays Zürich sind da anders. Als Teil der weltweiten DevOpsDays-Community bringt sie Führungspersönlichkeiten aus Softwareentwicklung, IT Operations, QA, InfoSec und IT-Management zusammen – aus der ganzen Schweiz, aus dem deutschen Sprachraum und weit darüber hinaus. Englisch als Konferenzsprache ist dabei kein Hindernis, sondern ein Qualitätsmerkmal: Es öffnet die Türen für internationale Stimmen und Perspektiven, die man an einem rein lokalen Event nicht findet.
Als Silver Partner durften wir nicht nur zuschauen, sondern aktiv Teil dieser Gemeinschaft sein. Die Gastfreundschaft des Organisationsteams war aussergewöhnlich: von der reibungslosen Koordination im Vorfeld bis zur herzlichen Atmosphäre vor Ort. Einige der besten Ideen und Kontakte entstehen ausserhalb der Vorträge selbst – irgendwo zwischen Kaffeepausen, Sticker-Austausch und spontanen Gesprächen am Stand. Genau das haben wir erlebt.
Ein grosses Dankeschön an das gesamte DevOpsDays-Zürich-Team für die hervorragende Organisation und die Einladung, Teil dieses besonderen Events zu sein. Die 9. Ausgabe der DevOpsDays in Zürich/Winterthur hat einmal mehr gezeigt, warum dieses Event zu einem wichtigen Fixpunkt der Community geworden ist. Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr – und ganz besonders auf das, was das 10-jährige Jubiläum 2027 bringen wird.
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